N E U A N F A N G

Das ist, glaube ich, mittlerweile mein 8364734635 Blog. Aber was soll's.
Ich bin zu faul Tagebuch zu schreiben aber hoffen wir mal, dass ich das mit dem Blog etwas länger
als mit den alten aushalten werde.
Für mich steht er als eine Art 'Neuanfang'.
2012 war so rein gar nicht mein Jahr. Es ist zu viel schief gelaufen. Ich hab viel Scheiße gebaut
& auch sonst war mir mein Leben nichts wert. Ich war nicht mehr Ich.
Das hat jetzt zum Glück ein Ende. Ich hab's geschafft von 'mir' loszukommen.
& trotzdem hab ich Angst davor wieder Ich selbst zu sein. Ich weiß nicht,
wie die Leute reagieren werden und wie es mir dabei gehen wird.
Im Moment geht es mir damit noch relativ scheiße und mein Selbsthass baut sich mal wieder immer mehr auf.
Ich bin dabei in meiner Trauer zu versinken. Aber immerhin bin ich dabei ich selbst.
Aber wer genau ist 'Ich selbst'?
Ich selbst bin ein 16-jähriges Mädchen, namens Anni, welches in ihrer kleinen scheinbar perfekten Welt nicht mehr mit sich selbst zu Recht kommt. Das Mädchen mit den großen Locken und inzwischen langsam verblassenden Narben am ganzen Körper. Jemand, der die Dinge bereut und voller Fernweh aus dem Fenster schaut, die Tage über wohl etwas zu viel nachdenkt, wie es sein könnte. Ich bin die, die sich nicht entscheiden kann, welche Jahreszeit sie am liebsten mag und die nach der Schule und am Wochenende bin ich manchmal auch die, die stundenlang alleine durch die Straßen laufen kann. Letztlich bin ich dann aber doch auch die ungeschickte, die immerzu Fehler macht.
Im Sommer bin ich die, die hasst wie der Sand am Stand überall hängen bleibt und einige Monate später, wenn der Herbst gerade beginnt, die, die gerne im Sturm steht. Die, die das Funkeln vom Schnee unter den Laternen bewundert und die abwechselnd warmen und kalten Tropfen auf den Wangen, wenn sich Regen und Tränen vermischen liebt. Die, von der sie sagten, sie würde auf diesem Wege nichts erreichen, dafür wäre sie nicht gut genug. Ich bin die, die ihre Brüder liebt, weil sie immer da waren und noch immer Briefe in Schönschrift schreibt. Ich vermisse und habe wohl zu viele Gefühle, bilde mir gern Dinge ein, als in der Realität je existierten.Ich habe Angst und schaffe es nicht, zu vergessen. Nächtelang bin ich manchmal wach und versuche klarer zu sehen aber das gelingt nur momentweise.
Ich könnte euch hunderte von Texten schreiben, in denen ich erzähle wie ich mir mein Leben wünsche, wie es ist und wie es war aber selbst dann würdet ihr noch nicht alles über mich wissen.
Es gibt einen kleinen Lichtblick in meinem Leben und das ist meine wundervolle, beste Freundin Micky.
Sie kam letztes Jahr an meine Schule und ich mochte sie vom ersten Augenblick.
Sie hilft mir auf, wenn ich am Boden liege während andere immer weiter auf mich eintreten.
Micky ist mein kleines Wunder und ich bin sicher, ihr werdet noch die ein oder anderen Geschichten von uns zu lesen bekommen. 

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